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  • Diana Miranda

Day 29 - Kommunikation, ein bewährtes Mittel

Hallo, mein Name ist Diana und ich bin seit 6 Tagen draussen. In etwa so könnte es in der einen oder anderen Après-Isolations-Selbsthilfegruppe tönen, wenn demnächst der Lockdown aufgehoben wird und wir zur «Normalität» übergehen. Oder müssen. Wie auch immer. Vielleicht werden wir solche Hilfsangebote aufsuchen, weil uns die Isolation geschadet hat, vielleicht aber auch, weil wir mit der zurückgewonnen Normalität mehr Probleme haben, als vermutet.


Gestern habe ich mich aus der Makroperspektive mit der methodischen und volkswirtschaftlichen Rückkehr zur Normalität befasst. Wegen der Länge des Beitrags habe ich bewusst die sozialen Aspekte ausgeblendet bzw. für heute aufgespart. Dabei ist die Mikroperspektive mindestens genau so wichtig. Jede/r hat jetzt schliesslich sein eigenes Corona-Rucksäckchen auf den Schultern, mit dem er oder sie zurückkehrt. Und nach Corona ist ganz sicher nicht wie vor Corona. Für niemanden. Zurück zu normal wird es in dieser Hinsicht daher vorerst auch nicht geben, da bin ich mir ganz sicher. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte, diese Krise hat alle geprägt. Die einen mit nachhaltigem Effekt, die anderen vielleicht nur für eine kurze Dauer, aber immerhin. Diesen Lebensabschnitt wird wohl so schnell niemand vergessen, denn selbst wenn einige deswegen nicht sonderlich leiden mussten, war es doch eine historische Begebenheit, von der wir unseren Enkeln vielleicht irgendwann mal erzählen. Auch wenn nur wegen der Toilettenpapier-Knappheit. Aber zurück zum Thema.


Aufgrund des wirtschaftlichen und wohl auch gesellschaftlichen Schadens, wird der Bundesrat früher oder später eine schrittweise Lockerung der Massnahmen beschliessen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Manager bereits jetzt damit auseinandersetzen, wie sie ihre Unternehmung dann möglichst rasch wieder in eine Art Alltag führen. Es gibt dabei jede Menge Fragen, die es zu beantworten gilt und vorsorgen ist besser als heilen. Oder? Hier kommt also wieder meine Lieblingsdisziplin zum Einsatz: die Kommunikation!


Ich sage es mal so: die Mitarbeitenden werden in unterschiedlichsten Verfassungen zur Arbeit zurückkehren und einige Fragen an ihre Vorgesetzten haben. Sie werden evtl. neue Arbeitskollegen vorfinden oder einige vermissen, die nicht mehr da sind. Einige werden emotional geladen oder gar wütend sein. Andere wiederum werden - wie ich - hoch motiviert sein, weil sie während der Isolation neue Ideen und Verbesserungsvorschläge entwickelt haben, die sie dann jemandem präsentieren wollen. Dieses emotionale Spektrum gilt es aus Unternehmenssicht mit konkreten Massnahmen irgendwie aufzufangen. Tut man dies nicht, könnte das am Ende auch Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit und somit auf das Image des Unternehmens haben.


Die Krise hat bestimmt nicht allen geschadet. Nein. Aber restlos alle werden irgendwo Verunsicherung verspüren - viele auch substanzieller Natur. Die Mitarbeitenden werden also zumindest ein Bedürfnis haben, von den Führungskräften abgeholt zu werden, um wieder zurück in den Arbeitsprozess zu finden. Auch die Führungsriege wird bezüglich dem Erlebten und dessen Bedeutung mehr Austauschbedarf benötigen. Die Unternehmen tun sich deswegen gut, wenn sie sich auf diesen Moment mit gezielte Massnahmen vorbereiten. Indem sie zuhören und für solche Gespräche Raum schaffen, werden sich die Mitarbeitenden wertgeschätzt und ernst genommen fühlen. Zu merken, dass er nicht allein ist, kann für ihn ausserdem entlastend wirken und Verbundenheit mit dem Unternehmen schaffen.


Ich empfehle daher eine wertschätzende, transparente und aktive Kommunikationskultur zu etablieren. Die Vermittlung von Sicherheit und Orientierung ist vor allem in der ersten Phase nach Corona essentiell. Vielleicht ist es sogar klug, die Erfahrungen von Mitarbeitenden und die daraus resultierenden Verbesserungsvorschläge als Chance zu sehen! So oder so, der Dialog ist ein Verbündeter. Auch wenn es um Prävention geht. Nur so.


Bleibt gesund und wir sehen uns morgen!

Diana


Spargelrisotto

für 4 Personen


1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

500 g Spargeln grün

8 dl Gemüsefond

300 g Reis

3 EL Olivenöl

80 g Parmesan gerieben

1 dl Weisswein

Salz, Pfeffer


Den Spargel waschen und das holzige Ende abbrechen oder abschneiden. Evtl. unten etwas schälen und in kleine Stücke schneiden. Diese dann in einer grossen Pfanne mit reichlich Wasser etwa 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Danach absieben.


Die Zweibel schälen und würfeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zweibeln darin dünsten. Reis dazugeben und ebenfalls unter Rühren glasig dünsten. Mit dem Wein ablöschen und warten bis er etwas verdampft. Dann einen guten Schuss Gemüsefond dazugeben und bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten in der offenen Pfanne garen. Zwischendurch immer wieder etwas Flüssigkeit beigeben und gut rühren. Das Risotto sollte am Ende eine cremige Konsistenz haben. Würzen. Am Ende die Spargelstücke und den Parmesan darunterheben. Alles gut umrühren und servieren. That's it!

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