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  • Diana Miranda

Day 36 - Inkompetenz kommt selten allein

Inkompetenz (nicht zu verwechseln mit Inkontinenz) ist weit verbreitet. Die Betroffenen leben meist ganz gut damit, als Kollege oder Kollegin aber eher nicht. Klar ist, dass nicht jeder in allem bewandert sein muss. Und auch nicht sein kann. Darum bin ich grosser Fan von Spezialisten. Denn meiner Meinung nach kann der Generalist zwar viel, aber nichts Vertieftes. Das ist jetzt etwas böse formuliert, ich weiss, und ein Spezialist kann schnell zum Fachidioten werden, der über den Tellerrand hinaus nicht viel versteht, das ist mir auch klar. In der Arbeitswelt braucht es daher beide, damit ein Unternehmen funktioniert. Der Spezialist ist auch eher teuer im Unterhalt. Ausserdem wollen Manager flexible Arbeitnehmer, die man so ein bisschen in jede Rolle drängen kann. Das ist bei einem Generalisten vielleicht noch eher möglich.


Was beide gemeinsam haben, ist das Wissen um ihre Stärken und Schwächen. Meist machen sie auch keinen Hehl aus ihren Schwächen. Bei Inkompetenz verhält es sich aber leicht anders. Unfähige Menschen sind oft nicht fähig, ihre Untauglichkeit zu erfassen. Es kommt nicht selten vor, dass sie sich selber sogar als überdurchschnittlich begabt halten. Das macht es für die umliegenden Personen nicht ganz einfach. Das Problem kennt ihr, richtig? Ihr seht täglich solche Individuen, denen es an entscheidender Kompetenz in den Bereichen fehlt, die für ihre Tätigkeit aber relevant wären. Willkommen im Club! Jeder macht privat oder geschäftlich solche Erfahrungen! #lebenamlimit


Spannend wird es aber erst, wenn man beobachtet, wie solche Menschen in der Arbeitswelt gefördert werden. Manche Chefs neigen dazu, solche Mitarbeitenden zu begünstigen, denn sie können ihnen nicht gefährlich werden. Wobei man dann sagen muss, dass Chefs, die um ihren Posten bangen, vielleicht nicht viel von Leadership (Führungskompetenz) verstanden haben und dann evtl. auch inkompetent sind? Könnte durchaus sein, oder?


Der Grund für Inkompetenz liegt oft am Unwissen, gepaart mit der kognitiven Unfähigkeit, dieses Unwissen zu erfassen. Anders erklärt: die Person hat das nötige Fachwissen nicht und merkt das nicht einmal. Es geht noch weiter, sie selbst besitzt nicht die nötigen Werkzeuge, Kompetenz zu erkennen. Wenn dann noch Charaktereigenschaften wie Faulheit, Dummheit und Sturheit dazukommen, ist die Kacke richtig am dampfen. Denn sie selbst ist von sich überzeugt, das nötige Fachwissen zu besitzen und begeht aufgrund dessen, ganz viele Fehler.


Was mir persönlich in meiner Laufbahn am meisten aufgefallen ist: Inkompetenz kommt selten allein. Sie ist oft begleitet von Unreflektiertheit und Narzissmus. Die fehlende Selbstreflexion macht diese Person leider unempfänglich für Kritik und das führt dann zu noch mehr Inkompetenz, weil sie nicht aus ihren Fehlern lernt. Auch Selbstzweifel sucht man hier vergebens. Diese Personen strotzen vor falschem Selbstbewusstsein. Sie betreiben auch erfolgreich Selbstsabotage: die Unfähigkeit hilft den Betroffenen, ihres Selbstbild aufrecht zu erhalten, um damit das eigene Wohlbefinden nicht unnötig zu stören.


Ihr wisst, ich denke oft über solche Dinge im Leben nach und meine Lebenserfahrung hat mir ein paar Tricks beigebracht, wie man mit solchen Menschen umgehen kann. Ist nicht ganz einfach, stimmt. Und oft kommt man nicht drum herum, die Fehler des anderen auszubaden. Aber hier kommt die frohe Botschaft: es gibt auch dafür Lösungen!


Zunächst ist es von Vorteil, über das nötige Feingefühl zu verfügen, um mit Ich-Botschaften positive Kritik auszuüben. Das kann durchaus auf taube Ohren stossen. Gib nicht auf! Mach weiter. Oder du lobst diese Person in ihren Stärken (irgendwo wird sie welche haben), sodass sie empfänglicher ist für Verbesserungsvorschläge. Je nach Typ, den du vor dir hast, wirst du auch damit scheitern. Versuchs weiter! Suche das Gespräch, versuche Probleme anzusprechen. Tue es wohlwollend! Und wenn es nicht mehr geht, dann ja, greif zum letzten Mittel. Ihr wisst ich bin Pazifist, aber oft ist ein Krieg notwendig, um den Frieden zu implementieren. Und im Krieg ist alles erlaubt. Ich rufe hier nicht zu Gewalt auf. Also zumindest nicht physischer Natur. Nur damit das klar ist. Es gibt ganz andere Methoden, believe me.


Du bist klar im Vorteil, denn du bist schlau. Mach dir dies zu Nutze! Denk dir Strategien aus, die dir helfen weiter zu kommen, dir helfen, mit solchen Menschen friedlich zusammenzuleben. Und lies Machiavelli! Wenn das alles nichts nützt, dann wird's höchste Zeit für einen Neustart. Kündigen und los geht's!


Wenn jemand fragt, das habt ihr nicht von mir! #lol


Macht's gut!

Diana


PS. Ich arbeite an einer Rezept-Datenbank. Viele von euch haben mich darum gebeten. Bin mir aber noch nicht sicher, ob sich dies realisieren lässt. Mal sehen!

Rahmschnitzel

für 4 Personen 1 Zwiebel 200 g Champignons 2,5 dl Rahm 500 g Schweinsschnitzel (feingeschnitten) Weisswein Öl Salz, Pfeffer Zuerst Schnitzel mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas mit Mehl bestäuben. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Fleisch kurz von beiden Seiten scharf anbraten. Auf einem Teller beiseitelegen.


In der selben Pfanne nun die kleingehackte Zwiebel glasig dünsten. Feingeschnittene Champignons dazugeben, würzen. Weich garen. Danach mit etwas Weisswein oder Portwein ablöschen. Anschliessend Rahm hinzufügen und leicht aufkochen. Fleisch hineinlegen und alles erhitzen. Für die bräunliche Farbe kannst du entweder etwas Bratensauce nehmen oder statt mit Weisswein mit Portwein oder Marsala ablöschen. Dazu passt Trockenreis oder chinesische Nudeln. Ich habe dazu einen grünen Salat serviert.

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