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  • Diana Miranda

Day 7 - Gib Lebensmitteln eine 2. Chance!

Ein bisschen habe ich die Corona-Krise schon zu schätzen gelernt. Da wir jetzt 24 Stunden zuhause sind, können wir uns alle wieder um essentielle Sachen kümmern. Essen. Wer mich schon länger kennt weiss, ich liebe Essen und ich liebe das Kochen und Backen. Eine wahre Liebesgeschichte halt. Und es freut mich ausserordenlich, dass es mir viele gleich tun. Auch wenn es zum Teil notgedrungen ist.


Eine meiner Befürchtungen ist, dass viele Menschen da draussen durch die Verunsicherung viel zu viel eingekauft haben. Auf Corona-Deutsch: gehamstert. Also mehr gekauft, als tatsächlich innert nützlicher Frist gebraucht wird. Und ich meine nicht das WC-Papier, denn dieses hat kein Verfallsdatum so viel ich weiss. Ich spreche von Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Co. Diese haben eine befristete Lebensdauer. Bestimmt landet davon einiges im Müll. Und das stimmt mich sehr traurig.


Ich habe wirklich wenig Zeit. Bin Mutter und arbeite 50%. Auch zu Corona-Zeiten. Ich glaube in der Küche aber ziemlich gut organisiert zu sein. Selbst ohne Menu-Wochenplan. Gerichte entstehen bei mir oft durch einen Blick in den Kühlschrank und ich denke ziemlich gut zu wissen, was wie zueinander passt. Ausserdem habe ich ein gut sortiertes Gewürzregal und ein breites Sortiment an Grundnahrungsmittel, Sättigungsbeilagen und Hülsenfrüchten. Dies lässt mir viel Spielraum für Variationen. Und ich habe einen Foodprocessor. Das ist definitiv ein Plus. Und den möchte ich nicht missen. Auch nicht in der Apokalypse. Soweit so gut.


Auch ich muss zugeben, wir leben im Überfluss. Früher als wir noch Kinder waren, gab es am Sonntag immer ein spezielles Gericht. Eines, das vielleicht etwas teurer war als jene unter der Woche, oder einfach ein bisschen aufwändiger war in der Zubereitung. Darauf haben wir Kinder uns immer gefreut. Der Sonntag war für die ganze Familie etwas Spezielles. Auch wenn das Essen schon unter der Woche an sich hervorragend war. Meine Mutter ist nämlich die weltbeste Köchin. Und meine Schwiegermutter. Ehrlich! Und heute? Heute essen wir selbstgemachte Lasagne und Entrecôte auch unter der Woche. Der Zauber vom Sonntagsmenu ist sozusagen erloschen. Aber ich schweife wieder ab. Sorry.


Also, wir leben im Überfluss. Stimmt. Trotzdem werfe ich kaum Lebensmittel weg. Und das ist jetzt keine Rechtfertigung. Nein. Denn ich bin ein grosser Verfechter der Anti-#foodwaste- Community. Und ich habe einige Tricks und Tipps auf Lager, die jedem helfen Food Waste zu reduzieren. Auch jetzt, wo wir sparsamer mit Lebensmittel umgehen (sollten). Here we go:


#kitchenhack Nr. 1: Kaufe nur soviel ein, wie du wirklich brauchst!

Mach dir am besten einen Menuplan für die ganze Woche und schreibe dir einen Einkaufszettel. Wer hungrig oder ideenlos in den Laden geht, wird mehr kaufen und einiges davon nicht verwenden. Das gilt vor allem, wenn du wenig Kocherfahrung hast.


#kitchenhack Nr. 2: Badge Cooking oder Meal Prep

Wenn du wenig Zeit hast, nicht gerne kochst und dich trotzdem gesund ernähren möchtest, empfehle ich z.B. am Sonntag verschiedene Menus vorzukochen und in Tupper abzufüllen. Das ist übrigens auch eine gute Idee, wenn du siehst, dass du Lebensmittel hast, die demnächst verderben. Das reduziert Stress unter der Woche, das garantiere ich dir!


#kitchenhack Nr. 3: Gib Lebensmittel eine zweite Chance!

Aus Gemüserüstabfällen (Rüeblischalen, Zwiebelhaut, Peperoni-Kerngehäuse etc.) stelle ich Gemüsebouillon her. Alle Rüstabfälle in eine Pfanne, Wasser dazu, evtl. Salz und Gewürze wie Loorbeer, Wachholder, Nägeli dazugeben, aufkochen, absieben, fertig. In Eiswürfelformen giessen, gefrieren. Voilà. Oder gleich als Abendessen verwenden. Suppeneinnlage wie Fideli oder Ei dazu. Tadaaaa, aus Abfall kurzerhand ein Essen gezaubert!



Dasselbe kann man übrigens mit Apfel-, Birnen-, Orangen- und Zitronenschalen machen. Anissterne, Zimtstange, Rosmarin, frischer oder getrocknete Minze dazu, aufkochen, fertig ist der Tee. Schmeckt an heissen Sommertagen auch kalt wunderbar!











#kitchenhack Nr. 4: Gut gelagert hält länger.

Es gibt Lebensmittel, die müssen nicht zwingend im Kühlschrank aufbewahrt werden, um lange frisch zu bleiben. Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Rüebli und Eier kannst du an einem kühlen und dunklen Ort ziemlich lange lagern. Wenn Kartoffeln und Äpfel schrumplig werden, dann nicht sofort wegwerfen. Sie sind nicht verdorben, sie haben einfach einen Wasserverlust erlitten, sind aber einwandfrei. Versprochen! Äpfel und Birnen kannst du ausserdem gut zu Kompott verarbeiten, wenn sie weich sind und langsam verfaulen. Gratistipp.😉


#kitchenhack Nr. 5: «Zu konsumieren bis» heisst nicht «tödlich ab».

Bevor du etwas wegwirfst, weil das Verfallsdatum abgelaufen ist, solltest du es zuerst probieren. Nein, du wirst nicht daran sterben. Dein Gaumen sagt dir schnell, ob es noch geniessbar ist oder nicht. Und du wirst staunen: Joghurt habe ich schon 2 Monate nach Ablaufdatum genüsslich verzehrt. Ich schwör!


#kitchenhack Nr. 6: schwarze Bananen, Kräuter, altes Brot und Konsorten


Altes Brot kannst du ganz einfach zu Croutons oder Paniermehl weiterverarbeiten. Schmeckt übrigens besser als das gekaufte. Überreife Bananen schneide ich oft klein und stecke sie in einem Gefrierbeutel ins Gefrierfach. Daraus mache ich regelmässig Smoothies oder Shakes. Du kannst aber auch ein leckeres, veganes Bananabread daraus zaubern. Übrigens, wenn du frische Kräuter hast und sie langsam schwarz werden: ein paar Minuten in den Ofen (nachdem du das Brot gebacken hast z.B.) oder 5 Minuten in die Mikrowelle bei 800 Watt, schon hast du diese gedörrt und für die Ewigkeit haltbar gemacht.


Grundsätzlich gilt in meinem Haushalt: bevor es im Abfall landet, überlege ich zweimal, was daraus noch gemacht werden könnte. Das ist mein Beitrag gegen Food Waste. Ich hoffe ihr tut es mir gleich! Ansonsten nehme ich gerne eure Lebensmittel an, die ihr wegschmeissen würdet und bringe sie euch konserviert wieder oder ich lade euch zum Essen ein. Nach der Corona-Krise wohlbemerkt!


Morgen an Tag 8 übrigens, wird euch Marco - mein #officebuddy - durch seinen Quarantäne-Alltag führen. Auch damit etwas Männlichkeit hier rein kommt. Viel Spass beim Lesen!


Also, bleibt gesund und folgt mir weiter. Teilen erlaubt!


Besitos ❤️

Diana

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